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Grenzüberschreitender ÖPNV: Projekt TRANSEURO+ soll Barrieren abbauen

Die Herausforderungen, die ein grenzüberschreitender ÖPNV in der Verkehrsplanung mit sich bringt, sind komplex. Unterschiedliche Verkehrsströme, verschiedene Betreiberstrukturen und rechtliche Rahmenbedingungen müssen koordiniert und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger beider Länder berücksichtigt werden.
Hier setzt das Projekt TRANSEURO+ mit dem klaren Ziel an, Barrieren abzubauen und neue Möglichkeiten zu schaffen. Ob Pendler, Schüler, Berufstätige, Senioren oder Touristen – der grenzüberschreitende ÖPNV soll für alle Nutzergruppen verbessert werden.
Heute fand im Großen Saal des Görlitzer Rathauses die Eröffnungskonferenz TRANSEURO+ statt. In dem Projekt, das von 2025 bis 2027 umgesetzt wird, arbeiten die Städte Zgorzelec und Görlitz sowie der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien, eine 100-prozentige Tochter des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON), als Projektpartner gemeinsam daran, die Nutzung des ÖPNV zwischen unseren Städten und Regionen weiter zu erleichtern, auszubauen und stärker zu integrieren.
Mithilfe von Analysen zu Fahrgastzahlen, Fahrzeugverkehr und Straßeninfrastruktur soll ein binationaler Verkehrsplan erstellt werden, der die Strategie für künftige Organisationsstrukturen sowie Maßnahmen zur Weiterentwicklung des ÖPNV vorgibt. Außerdem wollen die Projektpartner neue Tarifangebote, gemeinsame Regelungen und einheitliche grenzüberschreitende Fahrgastinformationen entwickeln. Ebenso sollen Marketingmaßnahmen erarbeitet werden, um die Angebote im gemeinsamen deutsch-polnischen ÖPNV bekannter zu machen.
Im Projekt TRANSEURO+ werden auch Erfahrungen aus dem Förderprojekt smartENT genutzt, in dem die VON GmbH als Leadpartner arbeitet, um Stärken und Ressourcen zu finden, die für beide Projekte einen Mehrwert bringen.
„Bedeutung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“
stellv. Bürgermeister der Stadt Zgorzelec: „Ich freue mich, dass wir als Polen und Deutsche, Nachbarn und Partner moderne, nachhaltige und attraktive Formen im ÖPNV entwickeln können. Es ist ein weiterer und unabdingbar werdender Schritt zur Verwirklichung der Idee der Europastadt Görlitz-Zgorzelec, die trotz und über Grenzen hinweg immer stärker gelebt wird.“
Radosław Baranowski,
, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz: „Die Bedeutung eines gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, gerade in Grenzregionen wie der unseren, wo Menschen täglich beruflich, privat oder für Freizeitaktivitäten die Grenzen überschreiten. Ein attraktives, verlässliches und nahtlos nutzbares ÖPNV-Angebot ist nicht nur ein Beitrag zur nachhaltigen Mobilität, sondern auch ein Motor für soziale und wirtschaftliche Entwicklung.“
Octavian Ursu
, Geschäftsführer Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien GmbH: „Es ist für die Menschen in Sachsen und Niederschlesien eine wunderbare Sache, dass der grenzüberschreitende Nahverkehr zwischen ZVON und Niederschlesien und besonders auch zwischen Görlitz und Zgorzelec immer weiter ausgebaut wird. Davon profitiert unsere Region in erheblichem Maß. Gleichzeitig gebührt allen Partnern großer Dank, die mit ihrem Engagement einen großen Beitrag dazu geleistet haben.“
Christoph Mehnert
Blick auf andere Grenzregionen
Neben einem Rückblick auf bisherige grenzüberschreitende Aktivitäten im ÖPNV in unserer Region und der Vorstellung des Projekts TRANSEURO+ wurde der Blick auch auf zwei andere Grenzregionen gerichtet. Als einer der Gastredner sprach Frank Bärnighausen, Geschäftsführung Regio Verkehrsverbund Lörrach, auf der Eröffnungskonferenz. Der Landkreis Lörrach ist zwar kleiner als der Landkreis Görlitz, hat aber in etwa die gleiche Einwohnerzahl. Er liegt im Dreiländereck Deutschland–Frankreich–Schweiz. Die Herausforderungen sind hier ähnlich. So gibt es beispielsweise unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsmechanismen, andere Tarifbestimmungen und auch unterschiedliche Kaufkraft und Einkommen. Trotzdem ist es gelungen, die Vernetzung in den vergangenen 25 Jahren signifikant zu verbessern und viele grenzüberschreitende Direktverbindungen (Bus, Regiobus, Tram, S-Bahn) zu etablieren.
Als weiterer Gastredner online zugeschaltet sprach Dr. Dominik Elsmann, Leiter Euregionale Koordinierungsstelle Aachener Verkehrsverbund, über die Lösungen, die in der Euregio Maas-Rhein (Dreiländereck Deutschland–Belgien–Niederlande) in Bezug auf den grenzüberschreitenden ÖPNV gefunden wurden.

Fakten

  • Das Projekt TRANSEURO+ soll Barrieren abbauen und neue Möglichkeiten schaffen.
  • Die Städte Zgorzelec und Görlitz sowie der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien sind Projektpartner des Projekts TRANSEURO+.
  • Das Projekt TRANSEURO+ wird von 2025 bis 2027 umgesetzt.
  • Die Nutzung des ÖPNV zwischen den Städten und Regionen soll weiter erleichtert, ausgebaut und stärker integriert werden.
  • Ein binationaler Verkehrsplan soll erstellt werden, der die Strategie für künftige Organisationsstrukturen sowie Maßnahmen zur Weiterentwicklung des ÖPNV vorgibt.
  • Die Projektpartner wollen neue Tarifangebote, gemeinsame Regelungen und einheitliche grenzüberschreitende Fahrgastinformationen entwickeln.
  • Marketingmaßnahmen sollen erarbeitet werden, um die Angebote im gemeinsamen deutsch-polnischen ÖPNV bekannter zu machen.
  • Das Projekt TRANSEURO+ nutzt Erfahrungen aus dem Förderprojekt smartENT.
  • Die Stadt Zgorzelec und die Stadt Görlitz sind Nachbarn und Partner im Projekt TRANSEURO+.
  • Der Landkreis Lörrach liegt im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz und hat ähnliche Herausforderungen wie der Landkreis Görlitz.
  • Die Euregionale Koordinierungsstelle Aachener Verkehrsverbund hat Lösungen für den grenzüberschreitenden ÖPNV in der Euregio Maas-Rhein gefunden.
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