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Startup-Hoffnung EU Inc.

Mit EU Inc. will die EU-Kommission Startups die Erschließung des europäischen Binnenmarkts erleichtern.PeopleImages – shutterstock.com



Momentan diskutiert die EU-Kommission über eine neue Rechtsform: die EU Inc. Hiermit soll ein EU-weites, einheitliches Regelwerk geschaffen werden, um Gründungen und grenzüberschreitendes Wachstum zu vereinfachen.



Wie eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter 102 Tech-Startups in Deutschland ergab, ist die Mehrheit von ihnen dem Entwurf gegenüber positiv eingestellt. So gaben 62 Prozent der Befragten an, ihr nächstes Startup als EU Inc. gründen zu wollen. Nur jedes zehnte Startup erklärte, dass die Rechtsform für es nicht infrage komme.



Die Bedeutung der EU Inc. für die hiesige Tech-Startup-Szene begründet Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst wie folgt: „Die EU Inc. würde das Gründen stark vereinfachen und Wachstum außerhalb der nationalen Grenzen erleichtern.“ Aufgrund der breiten Zustimmung für die Pläne gelte es jetzt, sie „rasch und europaweit einheitlich umzusetzen.“



Vereinfachte Behördengänge



Als Voraussetzung für den Erfolg der neuen Rechtsform und den erhofften Schub für das Startup-Ökosystem sehen die allermeisten Gründerinnen und Gründer (94 Prozent) die Möglichkeit, ohne lokale Tochtergesellschaften in andere EU-Länder zu expandieren.



Für fast genauso viele der Befragten (91 Prozent) ist ein rein digitaler und automatisierter Prozess über einen One-Stop-Shop, also eine einheitliche Anlaufstelle, ein wichtiges Kriterium.



Als weitere Erfolgsfaktoren sollte die EU Inc.




eine digitale Anteilsübertragung ohne Notar oder andere zusätzliche Stellen und Personen ermöglichen (82 Prozent);



die freie Wahl des Gesellschaftssitzes innerhalb der EU erlauben (78 Prozent);



einen EU-weit einheitlichen Mustervertrag für Startup-Investments bieten (69 Prozent);



einheitliche Regelungen zur Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligung schaffen (67 Prozent); sowie



arbeits- und sozialpolitische Regeln harmonisieren (67 Prozent);




Die Gründung innerhalb von 48 Stunden ist ebenfalls für 67 Prozent entscheidend, damit die EU Inc. erfolgreich wird. Am seltensten (57 Prozent) genannt wurden die geplanten Kosten von 100 Euro für die Gründung.



„Entscheidend sei nun, dass die EU Inc. im nun anstehenden politischen Verfahren nicht zerredet wird und die zentralen Regelungen Bestand haben“, betonte Bitkom-Präsident Wintergerst.